Ein Herbstgang in das Ourtal.

Sonntagnachmittag! Feierlich liegt die Stille des Tages über Dorf und Berge. Ich greife zum Wanderstabe und spaziere in den Garten Gottes. Vom Dorf führt der holprige Weg steil in das Ourtal hinab. Rechts Wiesengrund, links Lohhecken, die verschiedenen Alters, in ihrer Höhe wechseln. Schlehdorn und Hagebuttenstock hängen voll reifer Frucht. Ich genieße von beiden einzelne Früchte, um mir die Herbe der Jahreszeit ins Geblüt zu bringen. Der Hagebuttenstrauch hat mir es angetan. War er nicht bei der Dornenkrönung unseres Heilandes zugegen? Sind nicht die Früchte Blutstropfen gleich, die vom Haupte des Erlösers herunterfielen? Wie wunderbar ähnlich! Der Schlehdorn, weiß er uns nichts zu erzählen? Die Bitterkeit der Früchte, die Zunge und Gaumen zusammenschrumpfen, dass man direkt eine Hühnerhaut empfindet! Sind beide nicht eine Labung für den Magen? Die Amseln führen ein tolles Gezeter auf, wenn sie aus dem Schlehdorn flüchten müssen! Er ist ja der Kirmestisch für den langen Winter. - Gottes Bestimmung.

 

Ich ziehe weiter meinen Weg. Da fiel mein Blick auf eine Scabiosa, die noch in schöner Blüte steht. Schau doch her! Eine Ginsterblüte, in reinster Goldfarbe leuchtet da hervor! Beide schmücken bald meinen Rock. Wir sind doch im Spätherbst und viele Bäume stehen schon kahl im Walde. Doch die liebe Sonne, sie zaubert noch das Letzte aus der Natur. Stehen nicht noch da die schönsten Pilze, Fliegenschwamm, Habichtsschwamm, Hexenpilz, Reizker, Bovist, Keulenschwamm und viele andere noch! Eine Augenweide. In dieses Gepränge ragen klüftige Felsen in den Äther. Ich schritt über einen Bach der in allen Tönen der Tonkunst über Stock und Stein ins Tal springt. Da steht die Bachbunge mit ihrem leberförmigen Zweigen und streckt ihre Blätter, der durch das zerfetzte Blätterdach des Waldes scheinenden Sonne entgegen. Die Bachbunge, ein Schmaus für Rohköstler, Sie reinigt Leber und Nieren. Rechts biegt mein Pfad, der Our entlang nach Süden. Es geht immer der Sonne entgegen. Ich fühle die Stille des Domes, wo ab und zu Schellengeklingel ertönt. Es sind reife Eicheln die auf den dürren Blätterteppich fallen. Das Rauschen der nahen Our gleicht der brausenden Orgel im weiten Raum.

 

Zuck, zuck! Ein Eichkätzchen versperrt mir den Weg. Es stört sich nicht, wo Dutzende Schwanzmeisen im Geäst eines entlaubten Baumes die tollsten Turnübungen ausführen. Es versteckt sich bald hinter den Stamm einer Tanne, bäumt hoch und auf einem Zweige sitzend, schaut es mich an wie wenn es sagen wollte: "Was suchst du hier?" Ich trete auf eine Felsplatte. Ein wunderschöner Ausblick über das Ourtal. In der Ferne bellt ein Hund. Ich lehne mich an die Felswand. Hier hängen die schönsten Moose und die Steinfarne Büschelweise herunter. Engelsüß schießt aus den Felsspalten hervor. Noch immer bellt der Hund. Im Wiesengrund der Our grasen bunte Kühe. Flussabwärts bellt der Hund. Ich schaue in die Richtung. Welch ein Blick. Ein Hirschbuhle steht vor mir im Wasser und wird von einem Viehhund verbellt. Kameramann wo bist du? Achtzehnender! Majestätisch, gravitätisch prächtige Figur. Der Herr des Rotwildes. Einer Marmorstatue gleich stehe ich da und bewundere die Schöpfung Gottes in freier Wildbahn. Ein Stein knirscht unter meinen Schuhen. Der Hirsch hatte mich gewittert. Er blieb auf der Stelle, schlug ab und zu mit einem Vorderfuss ins Wasser und zeigte dem Hund der vor ihm stand, drohend das Gestänge. Der Hund bellte und bellte! Spöttisch beäugte er den Hund, schaute auf die Felsplatte, wie wenn von dort größere Gefahr drohen würde. Wir standen bei so minutenlang in derselben Stellung. Genug des Staunens. Ich spürte in mir den Drang den Hirsch laufen und springen zu sehen. Ich hetzte den Hund. Dieser sprang dem Hirsch an die Hinterfüße und biss zu. Der Hirsch schüttelte sich, schlug aus, stieg ans Ufer und torkelte über den schmalen Wiesenstreifen ins Gebüsch, wo er beim ersten Haselnussstrauch Deckung fand.

 

Ich stellte fest, das arme Tier war kreuzlahm geschossen. Schwer verwundet und vielleicht übermüdet stand es dort wieder still. Stundenlang blieb es dort. Der Hund legte sich in die Nähe und bellte ab und zu. Jäger, die auf der Spur des verwundeten Wildes waren, kamen den Berg herunter. Das Gebell des Hundes verrät den Stand des Wildes. Ich dachte an den heiligen Hubertus, den Sonntagsjäger. Auch er jagte den Hirsch!

 

Ich dachte, jetzt erhält das kranke Tier den Todesstoss, aber es kam anders. Auf drei Beinen sprang es beim herannahen der Meute in eine Tannenschonung. Er war außer Sicht der Jäger. Die Meute verfolgte die Spur noch, aber umsonst. Jage nicht am Sonntag. Auch das Wild hat einen Feiertag.

 

Der Tag geht zur Neige. Die letzten Sonnenstrahlen schleichen um die Bergesspitzen. Goldig! Nebel steigt aus der Our, bildet sich zu Schwaden. Es beginnt die Dämmerung. Alles liegt in stillem Frieden. Nur die Our singt ihr altes Lied. Ich möchte mit Mendelsohn singen: "Das ist der Tag des Herrn."

 

Das war ein Tag des Herrn!

T'Fusseliss fu Paschent.

Wien kënnt t'Fusseliss fu Paschent? Ech well iech dann soen wén dât ass. T'Fuesseliss ass gebueren zu Pâschent an engem schéine Fuesseschlass. Dat Schlass leit wonnerbar am Gringen. Ronderömmer Honnert Hektar Bösch. Délweis Dennen, Bichen a Birken. An der âler Zeit stong do e groussen Baurenhaff. T'Haus an alles drem an drun sin verfall. Et ass Gras driwer gewues. Nemme wou fréiher de Gârd an de Bongert wâr, stin haut nach Kischtebém vun allen Zorten. Et kuom esou durch Zoufall, dat dem Fuesseliss seng Urahnen sech do akâft hun. Zenter hier si vill Fuessekanner do op t'Welt komm. Sie wossten wéit a brét, bei der âler Fuessens zu Pâschent, do ass én gudd opgehuewen. Wann do e Fuessemédchen emol e Seitespronk mouch, wouriwer d'Nopesch acht Dég lâng ze schnëffelen hâten, dann ass hat an der Nuecht op Pâschent accouchéieren gângen, an et huet kén Hun dernô gekréint. Am Schlass zu Pâschent wor alles. Ze iessen an ze drenken, wât e Fuessenhärz nemme wönscht. Mauswârm Hiesercher, luesgewirmt Hinnercher, Frellen, frösch aus der schwarzer Ernz. Feldmeis a Böschmeis an den Dosenden am Steck. Dé feinsten Beienhunneg fir wann én sech erkâlt. Kischten an Molbër fir Dessert. Kurzöm et war e Schlaraffenland.Well dat esou schéin douewe wunne war, gouf allerhand an der Noperschaft gezielt.

 

Dem Fuessliss seng Ahnen, déi hätten dat alles gestuel a Gott wés wéi. Wann dem Fuesseliss seng Mamm dofun Wand krut, da sot se emmer zu hire Kanner: Et stét am Familjebuch geschriwen, am Joer 12000 îr en Dachs emol wâr, do huet de Mononk vun der Urgroussmamm, dén no Alaska verzunn ass, enger gewesser Madame Fues, t'Schlass mat allem drem an drun vermâg. Da gesit dir, dén Num Fues bestét seit éiwegen Zeiten. T'Fuesseliss as dât Läscht wât nach ze Liewe wuer, fun der Mamm hirer Seit. Hat koum mat nach zwéin âner Kanner op t'Welt. Sie woren de Fuessemisch an t'Fuessentrin. Et war déi lescht Mammefréd déi dem Fuesseliss seng Mamm erliewt huet. Lânge Joer derno ass sie vun Alter gestuerwen. Dem Fuesseliss sein Brueder de Fuessemisch dé gong, wéi hien grouss war, op Frombreg freien. Dé gouf do abestued. t'Fuessentrin guef fun engem jonge Jéer an der Mandelbâch bei Chreschtnech op e Rendez-vous bestallt. Hat gung an et koum net méi erem. Wahrscheinlech goung hat mat dém derduerch. Et huet én neischt méi fun him héieren. Wéi dem Fuesseliss seng Mamm dout wâr, du wuer t'Liss eleng. Hat hât et jo och gudd. Alles war do. Nemme et krut t'Zeit lâng. Hat huet Dég lang wéider neischt anescht gemacht wéi sech gekrâzt an an de Sonn Sonnebieder geholl. Wann schlecht Wieder war soutz et am Schlass an huet t'Familjebuch durchgeliest. Hat huet sech net nemmen e beschen agebilld, aus enger fun der gréister an der gescheitzter Familjen ze stâmen. Do stung fun engem Fues, dén engem Kueb durch Raffinéierthét e Kéis ofggozelt hât, én âneren dén mat sengem Schwanz Forellen gefangen huet, an esou weider. T'Fusseliss huet vun Houffert gestonk. Hat hât sech op sengem hönneschte Wuz fun sengem Reck eng weiss Fletsch wuesse lôst, fir ze imponeieren. Hât et gesin oder heieren dat Hermelin am Moud wir, hat wollt net zreck stôn.Ouni ze léien hat war ganz dichteg an allem. Wuerfir koum hat net ënner t'Hauf? Wéi et an dém Alter war, dat et sollt un t'Bestueden denken, du gouf et Krich an du goufen déi jong Borschten an der Noperschaft fu Pâschent all evakuéiert. Bis bei der Deiwel ewech wueren se gelâf. Nemme fir Pâschent wuer keng Gefôhr. T'Fuesseliss soutz wéi emmer an sengem Schlass. Hat huet et zwar héiere schéissen, awer dat war beim Liss gewunnegt. Vill Jéer sin ëm Pâschent erëm geschlach, déi op Schwein an Réh geschoss hun, awer op t'Fuesseliss, nén, dat guf et net.

 

Nu émol Möttes, wéi hat op der Fiescht fum Schlass sutz, do kuem him an de Senn, dat hat op der Kâlbermillen eng Mattant hätt. An ouni ze iwerléen, dén aneren Dâg, op an an t'Eslick. Der Mattant hirt Haus lug önner enger Fiels widder der Our, net weit fun der Kalbermillen. Wéi t'Fusseliss do ukoum, et wâr ufanks Hierscht an em Hallefnuescht, fonnt hat neischt méi erem. T'ganzt Haus wour duerch eng Fliegerbom an Atomen zerflunn.Hatt guf sech un t'Kreischen. Lauschter, wât ass dât? Wât wuer dât? Et rabbelt am dîren Echelâf op dem Buedem. Richteg, do könnt meng Mattant, esou duecht hat. Nén, et ass én âneren. Et ass net der Mattant hir Stömm. "Heiiy, Heiiy" rifft et an de Bösch.Wâts de net erliews, denkt t'Fusseliss, stét jo net do e schéine jonge Fues fun doiwer firun him, dé wollt hei an der Nuecht seng Geschäfter machen. T'Fuesseliss huet alt no der Mattant gefrôt well sie Nôper wiren awer mei gudden Jong hien wuer iwer Halz a Kapp an t'Fuesseliss verléift. Hien höllt t'Fuesseliss op den Arm, léft mat him an den Touristepâd, hanner en decke Stén an hien huet him do richteg Schmôd ugedoen an him gefléiwt, hatt soll mat an t'Reich goen.

 

En Zaldôt, dén op der Kalbermillen Posten stung, dén hât dem Spillchen nogelauschtert. Hien schéisst op sie zwéin awer derlanscht.t'Fuesliss léwt erop an t'Kémecht an sein Freier erem op déi Seit. Vun dém Durchenén kruet t'Fuesseliss eppes an t'Glidder, an hat war wéi aus dem Kapp. Wochelâng luef et doremmer ouni richteg ze wössen wou et dru wir. Hat spirt: Du könns net méi op Pâschent. Hat lount sech do eng Wunneng an der Wemper Rebbecht. Do wou hat esou e glecklechen Iwerfall hât, do wollt hat an der Nôperschaft bleiwen. Woche vergin. T'Fuesseliss fu Pâschent hiet Nowues kritt. Zwéin strammer Fiessercher koumen an hun é fréien Märzdâg hir Mamma geruff. Wien kennt méi Mammefréd? T'Fuessekanner wuesse séier. T'Fusseliss gét mat de Kanner virun t'Dîr. Dobaussen lâcht t'Sonn mam ganze Gesîscht.

 

Eng Gefuedesch fun der Uelegmillen bei Béler, koum lanscht dem Fuesseliss eng Wunneng.

Sie gesuech déi zwé flotter Fiessercher dô. Sie rann, an du hir Mamm gefrôt, wéini dat de Kanddâf wier. Alles gong an t'Rei. t'Gefoudesch bruech fu Béler aus dem deckste Bauer sengem Hengerbestand en decken fetten Hun mat, an t'Fest guf richteg schei gefeiert. Déi zwé jong Borschten guewen Renatus an Hôrmännchen genannt. E puer Méint duerno, du gesuch én t'Jongen schon an de Stoppelstecker op der Juegd, no de Meis. De Renatus, den Dichtegsten, dén huet sech och alt un dem Bruder gemôss an hien t'ennescht t'iewescht den Bierg erof gerullt. Sie wollte kucken wien dé stârkste wier. E Joer wuer esou erlanscht, an de Krich nach net aus. T'Flieger déi hun och alt emol am Lichteschein eng Bomm an t'Noperschaft fum Fuesseliss senger Behausung fâle lôst. Dat wor awer och alles. Dem Fuesseliss seng Jongen déi sin gewues. Et guewen flott Fiesserscher. Sie hâten eppes am Blut fun hirem Papp. Sie gongen ouni dat hir Mamm et wuest, an t'Fuessen H.J. Do krueten se nach de leschte Schlöff. Du konnt én sie all Muerges mat verschidden anere Gumpels gesin wéi sie an der Rebbechtswiss Frühsport mouchen. E Fieschter, dém dat Gedésems op Nerve gung, huet de Borschten du é fréihe Muerge belauert an hien huet dem Renatus direkt e Schoss an t'Herz gesât.engem aneren én öm dat lenks Ouer. Den Hôrmännchen de luef mat dénen âneren an t'Dauwendelt, an hun sech do an engem Bréimerdâr verstoppt. Sie hun sech duerno net méi op der Wiss gewisen.

 

E puer Wochen duerno guf verzielt, sie hätten e gratis Erholungsplatz am Weisbösch zougesôt kritt. Eist Fuesseliss wuer erem eleng. Du koum 44 am Hierscht t'Rundstedt Offensive. Et huet gerabbelt a gekracht an der Rebbecht. T'Fuesseliss huet ugefangen ze färten. Sie huet sech agespart an sech nemmen gewisen wann et énegermôssen rouheg wuer. Esou vill Uniformen hât t'Fuesseliss nach net gesin. Et wuer onhémlech. T'Fuesseliss huet zreck geduecht un sein Schlass op Pâschent. Awer wéi dohi kommen. Direkt lächerlech. Et huet gebummst a gekracht an der Noperschaft O nén, sôt t'Fusseliss, nie méi dohin. Öm Mött Jenner 1945 kuemen du déi âner, mat Ping an Pang an nach vill aner Sâchen an déi Eng déi sin hannerrecks gelâf. T'Fuesseliss konnt dât net begreifen. Hat krut mat der Angscht ze dun. Hat zitt dé schéine weiss gefleckte Schwanz zweschent seng Fuessebén a riecht iwer t'Ourenermillen op déi âner Seit.

 

De Krich gung eriwer. Alles wuer erem rouheg. Fum Fuesseliss guef net méi geschwât. T'Schlass zu Pâschent guf fun engem weitléfege Newé fun Frobierg sequestréiert dén huet wahrscheinlech dem Fuesseliss seng Geschicht an t'Fuessebuch am Fuesseschlass zu Pâschent geschriwen.

 

Albert Regenwetter

Mit mir reiste der Tod - 18.10.1946

Die Bahn brachte mich von Süden nach Norden. Schwarz war noch die Nacht, als ich abfuhr. Vereinzelte Lichter brannten in den Dörfern wo der Zug vorbeibrauste. Ich sass und lag in meinem Abteil allein. Ich fiel bald vor Langeweile in Halbschlummer. Ich träumte. Wir rannten in einen Güterwagen, der von einem Nebengleis geschoben wurde. Der Tod hielt reiche Beute.

 

Ich erwachte. Der Zug fuhr ruckweise in einen Bahnhof. Dieser Traum hielt mich die ganze Strecke gefangen. Ich machte meine Betrachtungen. Ja, der Tod war mein Begleiter. Ich sah ihn auf Brücken sitzen, die von Minen gesprengt waren. Er lauerte auf Beute. Der Zugführer war auf der Hut. Der Tod jedoch sprang in die Böschung und rüttelte das Geäst. Tausende Blätter fielen in einem Atemzug. Wie grausig! Auf einer kleinen Station im Ösling stieg ich aus. Sprühregen fiel auf die tote Erde. Ich knöpfte den Mantel zu und schritt fürbass über die vom Regen frisch gefirnisste Strasse. Zwischen Koppen und Bergen, Hecken und Tannengrün ging's in die Weite. Kein Mensch der mir Begleiter sein konnte. Ja, doch was war das? Es raschelte im Laub. Ich dachte an Wegelagerer. Nein, es war der Tod. Er stürzte sich auf ein Wildkaninchen in der Gestalt eines Wiesels. Ein gedehnter Laut und aus war das Leben. O Tod, wie bist du erbarmungslos! Weiter geht mein Weg. Ein isoliertes Haus. In den Fensterhöhlen wohnt das Grauen. Mag noch jemand da wohnen? Zwei mollige Schafe springen um das Gemäuer. Ich sah ein altes Mütterlein. Ich frug den kürzesten Weg zum nächsten Dorf. In ihren Augen blinkten Tränen. Warum? Eben war der Tod in ihrem Hause.

 

Gott sei mir gnädig. Dichter Nebel legt sich auf die Flur. Ein weisser Schimmer leuchtet mir entgegen. Was ist das? Ist es der Tod im weissen Hemd? Die Strasse machte eine scharfe Biegung. Ein Schild das Gefahr bedeutet, stand an der Strassenkreuzung. Am Rande ein stummes Kreuz. Auch hier war der Tod gewesen. Ich hielt meine Schritte an. Orientierte die Himmelsrichtung, erklomm eine Böschung und lies dann meinen Blick in die Ferne schweifen. Es ist etwas Wunderbares diese Öslinger Berge. Zu meinen Füssen im dichten Nebel eine Viehkoppel in Augenhöhe, heller Sonnenschein. In der Ferne die weissgetünchten Häuser eines Dorfes in allen Farben der Palette des Malers Herbst, oder ist es der Tod, der hier seinen Pinsel führt. Ein Greis kreuzte meinen Weg. Ein stummer Gruss. Im Herbste des Lebens schreitet er dem Dorfe zu. Wo ist mein Begleiter Tod? Wartet er unterwegs auf den Greis, oder auf mich? Er war am Waldesrand verschwunden. Gott sei Dank. Ich will leben und das grosse Sterben der Natur bewundern. Denn jeder Tag birgt ein Geheimnis.

Weisheitssprüche berühmter Männer.

Diese Überschrift fand ich im Tagebuch meines Vaters. Ich war höchst erstaunt wie belesen mein Vater war. Ohne die Zitate hier zu reproduzieren, möchte ich jedoch die Namen der Schöpfer dieser Zitate wieder geben, damit man sich einen Überblick verschaffen kann.


Stifter – Anatole France – Angelus Silesius – Arno Holz – Bertold Auerbach – C. Wagner – C.F. Meyer – C.K. Chesterton -  Cäsar Flaischlin – Cicero – Daniel Wülffer – Demosthenes – E. Möricke – E. Rückert – Emil Gött – Epikur – F. Hebel – Friedrich Klinger – Goethe – Gottfried Keller – Gustav Falke – Ch. Morgenstern – Honoré de Balzac –  Horaz – J.P. Hebel – Jakob Lorenz –  Joh. Christian Günther – Julius Bierbaum -  Karl Stieler – Lavater – Lord Byron – Ludwig Fleck – Ludwig Hölty – Ludwig Schleich – M. de Montagne –Marianne von Willemer – Martin Greff – Mathias Claudius – Otto Julius Bierbaum – Paul de Lagarde – Paul Sarasin – Pestalozzi – Ramarkisna – Reinmar der Alte – T. Storm – Tolstoi – Von Silieneron – W. Busch – W. Busch – W. Raabe – Wilhelm von Humboldt